Der Besondere Film am Mittwoch

 

 EINE GANZ HEIßE NUMMER

Komödie Deutschland 2011
Laufzeit: 95 Min. FSK: ab 12 Jahre

Mittwoch, den 15. Februar 2012 um 20:30 Uhr

 

Die Wirtschaftskrise grassiert und hat die bayerische Provinz erreicht: Nachdem im beschaulichen Marienzell die Glasgießerei ihre Tore schloss, ist auch bald Waltrauds Tante-Emma-Laden an der Reihe. Als die Bank den Kredit kündigt, bleiben ihr und den Verkäuferinnen Maria und Lena vier Wochen Zeit, das Geld zu beschaffen. Da scheint die Schnapsidee, eine Sexhotline - vorsichtshalber heimlich - zu gründen, bald wie die Rettung. In dem streng katholischen Dorf ein schlüpfriges Geschäft zu führen, beschwört freilich einen Skandal herauf.

Telefonsex im Bayerischen Wald: Charmante und gut besetzte Sittenkomödie um drei Frauen, die mit ihrer Sexhotline im tief katholischen Dorf einen Skandal auslösen.

Der Regionalfilm à la Rosenmüller ist weiterhin auf dem Vormarsch und der Regisseur des Komödienhits "Friendship!", Markus Goller, lässt nach dem Roman von Andrea Sixt - die auch das Drehbuch verfasste - drei Damen mit Geschäftssinn das Bruttosozialprodukt steigern.

Die Wirtschaftskrise hat die Provinz in Marienzell im Bayerischen Wald erreicht, die Glasgießerei ist bereits abgewickelt, der Lebensmittelladen von Waltraud, Maria und Lena demnächst an der Reihe, denn die Bank hat gerade den Kredit gekündigt. Da wird Marias Schnapsidee zum Masterplan: in dem tief katholischen Ort, wo Gott, der strenge Gemeindepfaffe (Kabarettist Sigi Zimmerschmied) und die biestige Bürgermeisterfrau Gerti (Kabarettistin Monika Gruber) alles sehen, gründen sie eine Sexhotline. Denn auf dem Land, da gibt's koa Sünd.

Zwar wird schon mal "Die Geschichte der O" als Ratgeberliteratur herangezogen und ein Regensburger Rotlicht-Shop besucht, aber der frivole Sextalk verzichtet breites publikums-tauglich auf allzu Anzügliches und ähnelt in seinem heiterem Charme an "Die Herbstzeitlosen", jene Schweizer Komödie um einen Dessousladen im Emmental. Ein ironisch-idyllischer Score begleitet die mit vielen Figuren erzählte Geschichte, die Traditionelles und Modernes gleichermaßen glossiert und mit Milde die Liebe zur Heimat kundtun. Es entsteht das Sittenbild eines katholisch-bürgerlichen Milieus, dessen Berührungsängste und sexuelle Verklemmtheit dem abgeklärten Stadtmenschen vielleicht nicht zeitgemäß erscheinen mag, aber dem Spaß keinen Abbruch tut.

Mit ruhiger Hand inszeniert Goller melancholische wie komische Situationen, die vor allem aus den Anforderungen des Telefonsex, der Gläubigkeit und dem Schamempfinden des Trios entstehen. Die drei von Gerhard Polt-Kollegin Gisela Schneeberger, Bettina Mittendorfer (aus Rosenmüllers "Sommer in Orange" und Rosalie Thomass (aus Rosenmüllers "Beste Zeit"-Reihe) gespielten Protagonistinnen halten alles finanziell zusammen und emanzipieren sich nicht nur ökonomisch, während sich die Männerwelt als triebgesteuert und anlehnungsbedürftig herausstellt. Gagreiches, publikumsorientiertes und affirmatives Lebensratgeberkino, das als sympathischer Frauenfilm funktioniert ebenso wie als fideler Schwank.


 

 ANONYMUS

Drama Großbritannien/Deutschland 2011
Laufzeit: 130 Min. FSK: ab 12 Jahre

Mittwoch, den 22. Februar 2012 um 20:30 Uhr

 

Seit Jahrzehnten regiert Queen Elizabeth I in England. Wie aus dem Nichts reift Schauspieler William Shakespeare zum Theaterautor, der mit seinen Stücken die menschliche Natur wie auch die politische Situation im Land spiegelt und damit das Volk begeistert. Nur wenige wissen, dass der Earl of Oxford, Erzfeind von Elizabeths intrigantem Berater, der eigentliche Verfasser dieser Werke ist. Aufgrund seiner Stellung darf sich Oxford nicht als Autor outen, doch das bleibt nicht die einzige Tragödie im Leben des Aristokraten.

Roland Emmerichs bisher bester Film spekuliert dramatisch über den Ghostwriter hinter Shakespeare und die Tragödie eines sabotierten Künstlerlebens.

Kann ein einfacher Mann aus dem Volk das virtuoseste Sprachrohr der englischen Literatur sein? Dies hinterfragt ein Regisseur, der künstlerisch selbst unterschätzt wird - zu Unrecht, wie sein aktueller und deutlich vor "Der Patriot" wohl auch bester Film beweist. Dass beide historische Dramen auf Drehbücher von respektierten Fremdautoren basieren, ist ein Qualitätskriterium im Emmerich-Universum, auch wenn John Orloffs clever verwobenes Skript zu "Anonymus" die kühnsten Spekulationen aus Forschung und Mythos wie selbstverständlich als Wahrheit präsentiert.

Shakespeare ist hier ein mittelmäßiger Schauspieler und Dreiviertelidiot, der allerdings die Gunst der Stunde erkennt, als sich ihm die Möglichkeit auf Anerkennung und bescheidenen Wohlstand eröffnet. So wird er literarischer Strohmann für einen reichen Aristokraten, darf dessen Werke unter eigenem Namen veröffentlichen. Dass sich hinter dem Phantom der Earl of Oxford verbirgt, wissen zunächst nur Shakespeares Zeitgenosse Ben Jonson und der Zuschauer, der nun eine Reise in die Biografie Oxfords antritt. Eingerahmt von Derek Jacobis in der Gegenwart in einem Theater vorgetragenem Prolog und Epilog wird auf mehreren Zeitebenen eine Geschichte über Liebe, Ambition, Mord, Eifersucht und Intrige erzählt, die Shakespeares große Tragödien spiegelt. Zu sehen ist, wie Oxford bereits als Junge Queen Elizabeth I mit Spontanpoesie begeistert, wie er sich im Haushalt ihres mächtigsten Ratgebers in dessen Sohn einen Feind fürs Leben macht, wie er sich erwachsen auf eine tabuisierte Liebe einlässt und als älterer Mann (Rhys Ifans) in einen vermeintlichen Staatsstreich verwickelt wird. Mag die seriöse Forschung diesen abenteuerlichen Mix aus politischen Intrigen, illegitimen Kindern und Inzest als Krönung einer persönlichen Tragödie auch als pure Spekulation betrachten, so erzählt Emmerich dieses Melodram so flüssig und in den Emotionen nachvollziehbar, dass man sich seiner Wirkung nicht entziehen kann.

"Anonymus" entwickelt vor allem in der zweiten Hälfte einen starken dramatischen Sog, illustriert die Macht des Wortes und die Ohnmacht eines Mannes, der sein künstlerisches Genie nie outen durfte, zeigt in Ausstattung und Effekten, was Emmerich und sein Team mit nur 30 Millionen Dollar in den Studios von Babelsberg zu leisten vermögen, und vor der Kamera eine ideale Mischung aus bekannten Namen und talentierten Newcomern. Über die "Fakten" mag hitzig und damit auch werbewirksam diskutiert werden, doch die Fiktion, der Film selbst, spricht für sich. Somit ist beim Novemberstart völlig unbegründet, was Richard III, eine Schlüsselfigur auch im Film, einst bei Shakespeare behauptete: "Nun ward der Winter unsers Mißvergnügens."


 

FENSTER ZUM SOMMER

Drama / Lovestory Deutschland/Finnland 2011
Laufzeit: 96 Min. FSK: ab 12 Jahre

Mittwoch, den 29. Februar 2012 um 20:30 Uhr

 

Ein frisch verliebtes Paar fährt in den sommerlichen Urlaub nach Finnland, die Frau schläft abends an der Schulter des Geliebten ein und wird im kalten Winter-Berlin wieder wach. Ein Zeitsprung hat sie ein halbes Jahr zurück in die Vergangenheit katapultiert. Ihr Ex-Freund ahnt nichts von der Trennung, der neue Mann erkennt sie nicht, und die Freundin kann wenig mit ihrem Gerede anfangen. Mit aller Macht will sie das Schicksal einholen und alles genau so machen wie vorher, um die Liebe ihres Lebens zu treffen und die zweite Chance zu ergreifen.

Rätselhafte Liebesgeschichte über die Verflechtung von Schicksal und Gefühlen und die Hoffnung auf eine zweite Chance.

Ein verliebtes Paar, Juliane und August, fahren im Sommer in den ersten gemeinsamen Urlaub, schnurgerade Straßen, schöne Seen, mildes Licht, romantische Atmosphäre. Am Abend kuschelt sich die Frau an des Mannes Schulter und erinnert sich wohlig an das erste Treffen in Berlin, schläft entspannt ein. Und erwacht in der Hauptstadt im Bett der ehemaligen Wohnung mit ihrem Ex-Freund. Eine Zeitreise hat sie ein halbes Jahr zurück in die Vergangenheit katapultiert. Es ist Winter und mit dem Ex schaut sie sich eine Wohnung an, deren Gesprächsverlauf Juliane im voraus aufsagen könnte, in der Firma scheint alles unwirklich und als sie August (Mark Waschke) vor seinem Haus abpassen will, erkennt er sie nicht und selbst ihre Freundin wird aus ihrem Gerede nicht mehr schlau. Julianes ganzes Leben steht auf dem Kopf und sie versucht, das Schicksal einzuholen, alles noch einmal genau so zu machen wie zuvor, um die Liebe ihres Lebens zu treffen. Dabei gerät sie beim Spagat zwischen Wirklichkeit und Fantasie immer tiefer in einen rätselhaften Sog, der sie unbarmherzig aus der Existenz zieht. Können sich die beiden noch einmal finden und als Paar neu starten? Bei dieser bohrenden Frage entgleitet der Protagonistin sukzessive die Kontrolle über die Ereignisse.

Als lose Vorlage benutzte Hendrik Handloegten ("Liegen lernen") den gleichnamigen Roman von Hannelore Valencak, von dem nur die Grundkonstellation übrig blieb, eine Frau, die einen vergangenen Abschnitt ihres Lebens mit einem anderen Bewusstsein zum zweiten Mal erlebt. Auf Lösungen oder Erklärungen darf man nicht warten. Es geht um Gefühle, und die kann man nicht deuten, sondern nur empfinden. Zwischen dem Sehnsuchtsort Finnland in warmen Farbtönen und Berlin als Ort der frierenden Seele in kaltem Weiß und verwischtem Grau bewegt sich eine zerbrechliche Nina Hoss auf dünnem emotionalen Eis, das bei jedem Schritt gefährliche Untiefen ahnen lässt und die dünnhäutige Verfassung der Hauptfigur widerspiegelt. Der Moment des Zeitsprungs fasziniert und verwirrt ziemlich, weil irgendwann die Logik außer Kraft gesetzt ist. Da kommt es nicht mehr darauf, zu verstehen, sondern sich einzulassen. Das fällt nicht ganz leicht, aber dieses Spiel mit Imagination hat es in sich.  


 

 DER GANZ NORMALE WAHNSINN

Komödie USA 2011
Laufzeit: 89 Min. FSK: o.A.

 

 Mittwoch, den 07. März 2012 um 20:30 Uhr

 

Kate Reddy hat einen stressigen Job, wunderbare Kinder und einen liebevollen Mann. Ihr tägliches Leben ist ein Balanceakt zwischen Familie und ihrem Beruf in einem Bostoner Finanzunternehmen. Als ihr ein neuer Kunde zugeteilt wird, erfordert dies eine Reisetätigkeit, sodass sie in ihrem Privatleben weitere Abstriche machen muss. Zu allem Überfluss aber erhält ihr Ehemann Richard auch ein verlockendes Jobangebot. Für das Paar wird die Situation zur Zerreißprobe und zusätzlich verkompliziert, da Kate von ihrem charmanten Kollegen Jack Abelhammer bezirzt wird.

Romantische Komödie, in der "Sex and the City'-Star Sarah Jessica Parker als gestresste Karrierefrau die Anforderungen von Beruf und Familie zu balancieren versucht.

Die universale Story um eine Frau, die Mutterschaft, Ehe und Arbeit unter einen Hut bringen muss, basiert auf Allison Pearsons gleichnamigem Bestseller-Roman von 2002. Die Adaption von Aline Brosh McKenna ("Der Teufel trägt Prada") verpflanzt das Setting von England nach Boston. Dort ist Protagonistin Kate Reddy (Parker) als Investment-Managerin in einem großen Finanzunternehmen tätig. Als sie beginnt, eng mit Investmentbanker Jack Abelhammer (Ex-James-Bond Pierce Brosnan gewohnt charmant) zu arbeiten und ständig nach New York reisen muss, sind ihr Mann (Greg Kinnear bleibt weitgehend im Hintergrund) und ihre beiden kleinen Kinder wenig begeistert. Doch Kate tut ihr Bestes, alle ihre Aufgaben zu jonglieren. Obwohl sie insgesamt abgehetzt und wenig professionell wirkt, ist Witwer Jack dermaßen von ihr angetan, dass er sich allmählich in Kate verliebt. Das romantische Element wirkt dabei insgesamt leicht unterkühlt. Das aufregendste Date der beiden ist ein Kegelabend, bei dem sich die beiden privilegierten Finanzmenschen mit normalen Menschen der Arbeiterklasse vergnügen. Da Kate glücklich verheiratet ist wird die Versuchung nicht allzu groß. Stattdessen entwickelt sich ein gewisses Spannung aus den verbalen Giftspitzen, die ihr von ihrer Schwiegermutter, einem neidischen Arbeitskollegen und einer perfekten Hausfrau/Mutter (die als "Momster" charakterisiert wird) entgegen geschleudert werden.

Die beiden letzteren wenden sich dafür in gestellten Interviewausschnitten direkt an die Kamera. Regisseur Douglas McGraths ("Emma") Wahl dieser Strategie macht sich nur bedingt bezahlt, doch zeigt er eine sichere Hand bei der Darstellerführung, insbesondere bei den Nebendarstellern. Parker variiert ihre Carrie-Bradshaw-Figur, kommt aber ohne glamourösen Make-up und exzentrisch-eklektischer Garderobe aus. Unauffällig ist auch die dezente Farbpalette des Films und selbst der Soundtrack ist so schlicht, dass er kaum ins Ohr geht. Weitgehend die Waage halten sich Humor (Läusebefall!) und Dramatik (der vierjährige Sohn kann noch nicht sprechen). So manche berufstätige Mutter wird sich mit der Protagonistin identifizieren können. Und in Betracht von SJPs großer Fangemeinde wird sich orrangig ein etwas reiferes Frauenpublikum angesprochen fühlen.


JANE EYRE 

Drama Großbritannien 2011
Laufzeit: 120 Min. FSK: ab 12 Jahre

 

Mittwoch, den 14. März 2012 um 20:30 Uhr

 

Als Jane Eyre Mitte des 19. Jahrhunderts ihre erste Stellung als Erzieherin in Schloss Thornfield antritt, erwähnt die Waise ihre Leidenszeit bei Verwandten und im Internat mit keinem Wort. Dieses Schweigen und Janes furchtlose Direktheit imponieren Rochester, Janes launischem, aber charismatischem Arbeitgeber. Denn er verbirgt selbst ein Geheimnis, das schließlich gefährdet, was keiner der beiden und auch das konservative Umfeld anfangs nicht für möglich gehalten hatte: eine aufrichtige, leidenschaftliche Liebe.

Asketisch und emotional authentisch zeichnet die jüngste Verfilmung von Charlotte Brontës Klassiker den Weg ihrer berühmten Heldin nach.

Verachtet, gefürchtet, gequält und schließlich geliebt: Generationen haben Jane Eyres Entwicklung, die hinsichtlich Ehrlichkeit und Selbstachtung eigentlich immer eine Konsolidierung war, auch im Kino begleitet. Mit der Protagonistin, ihrem Rückgrat, ihrer Sehnsucht nach Liebe und einem Leben, das nicht vom Horizont eingegrenzt wird, kann man sich heute noch identifizieren, wobei der Jugend wohl auch diese Adaption so exotisch wie ein Marsbesuch vorkommen wird. "Jane Eyre" ist also ein Genussmittel für Erwachsene, geschliffen im Wort, düster und streng in den Bildern.

Die Dramaturgie entfernt sich nicht nur in der Erzählperspektive von der Vorlage, folgt dem in Erinnerungen abdriftenden Bewusstsein Janes und beginnt mit dem Tiefpunkt ihres Lebens, der Flucht aus Schloss Thornfield in die winterlich-lebensfeindliche Natur Yorkshires. Aufgenommen von einem Pfarrer und seinen Schwestern, ihrer neuen Familie, blickt sie auf die eigene zurück. Ihre Leidenszeit bei Tante, Cousins und im Internat verkürzt der Film auf das Nötigste - sie selbst wird das noch radikaler tun, wenn sie ihre erste Stellung als Erzieherin antritt und Rochester, dem mürrisch-launischen Schlossherrn, ihre schlimmsten Erfahrungen verschweigt. Weil auch er das tut, beginnt hier die Geschichte einer Seelenverwandtschaft und einer Liebe, die nicht von der Gesellschaft, nur von Rochesters großem Geheimnis sabotiert wird. Denn die Lüge, das arbeitet Moira Buffinis Drehbuch gut heraus, ist für die furchtlos direkte Jane eine unverzeihliche Charakterschwäche.

Alle Szenen zwischen Jane und Rochester knistern vor Spannung, die in reduzierter Form auch Elemente des Schauerromans, unheimliche Erscheinungen und Geräusche, erzeugen. Im Unterschied zu "Sin Nombre", dem starken Debüt von Regisseur Cary Fukunaga, ist "Jane Eyre" ein Film der Langsamkeit, fast des Stillstands, der, weitgehend in natürliches Licht gesetzt, in Ausstattung und Emotionen noch reduzierter und intimer als frühere Verfilmungen wirkt. Michael Fassbender ("X-Men: Erste Entscheidung") ist überzeugend als Rochester, Mia Wasikowska ("Alice im Wunderland") aber nicht nur die jüngste, sondern auch bisher beste Jane im Kino. Ihre Mimik, das Timing ihrer Tränen, ihr Sprachduktus sind ein Highlight - und für eine bestimmte Klientel wird es der Film auch sein.